In Delmenhorst hatte das Zugbegleitpersonal der Harpstedter Kleinbahn oft längere Pausen. Zur Überbrückung der Zeit hielten sich die Eisenbahner meist in der Gaststätte Wohlers in der Nähe des
Bahnhofs auf. Zugführer Johann Hasselbusch besuchte diese Kneipe alle zwei bis drei Tage; und zwar nicht, um etwas zu trinken, sondern um seinen Zigarrenvorrat aufzufüllen. Offenbar gab es bei
Wohlers die besten Zigarren.
Gastwirt Wohlers, der von dem Harpstedter Zugführer nur dem Vornamen (plattdeutsch "Jan") kannte, soll jedes Mal, wenn Johann Hasselbusch die Gaststätte betrat, ausgerufen haben: "Tsieh, Jan
Harpstedt kummt wedder, siene Zigarrn sünd all!"
An seinen freien Tagen fuhr Gastwirt Wohlers oft mit der Kleinbahn in Richtung Harpstedt. Auch dann sprach er den Zugführer Hasselbusch mit "Jan Harpstedt" an, was andere Fahrgäste natürlich
hörten. So kam dieser Name "unter die Leute", und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis die gesamte Kleinbahn mit diesem Namen tituliert wurde.
(Aus: "Jan Harpstedt" - Eine Chronik über 75 Jahre Delmenhorst - Harpstedter Eisenbahn)
Neben dem DHE Triebwagen T121, ist der original "Jan Harpstedt" heute eine historische Kleinbahn, angetrieben durch eine Dampflokomotive (meist "Hannibal" von 1955). Unterhalten wird diese durch
den Verein Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunde e.V., welcher 1976 mit dem Ziel gegründet wurde, einen Museumsbahnbetrieb auf der Strecke der DHE einzurichten.
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